Interview mit den Praxisanleiterinnen Nadine Virtuoso und Sandra Gehring
Lesedauer ca. 2 Minuten

Was ist das Besondere an der generalistischen Pflegeausbildung im ambulanten Bereich?
Das Besondere bei uns ist, dass jede/r Azubi eine feste Praxisanleiterin bekommt. Wir stehen den Azubis als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung und begleiten sie über die gesamten drei Ausbildungsjahre hinweg.
Wie sieht das im Arbeitsalltag aus?
Die Azubis sind im Alltag immer im 1:1-Einsatz mit Fachkräften unterwegs. Sie werden nie alleine gelassen, sondern wir gehen gemeinsam zu den Kundinnen und Kunden. Je nach Kompetenz und Ausbildungsstand können die Azubis jedoch auch eigenständig Aufgaben oder einzelne Einsätze übernehmen. Wir sind dabei immer in der Nähe und können jederzeit unterstützen.
Wie viel Zeit verbringt ihr mit den Azubis?
Während der Praxisphasen sind die Azubis täglich mit uns unterwegs. Ergänzend dazu gibt es zweimal im Monat einen festen Anleitungstag. An diesen Tagen setzen wir bestimmte Themen gezielt in der Praxis um und üben sie intensiv. Die Azubis können dabei auch eigene Wünsche äußern, welche Inhalte sie vertiefen möchten, und wir gehen individuell darauf ein. Wir arbeiten dabei zum Beispiel mit VR-Brillen oder fahren zu Kundinnen und Kunden, um bestimmte Pflegesituationen ohne Zeitdruck ausführlich zu üben.
Was gibt es so nur bei der Ausbildung in der ambulanten Pflege?
In der ambulanten Pflege haben wir andere Schwerpunkte. Dazu gehören zum Beispiel Pflegeberatung und fundierte Kenntnisse im Bereich der Pflegeversicherung. Außerdem sind wir immer Gäste in den Haushalten der Kund*innen und bewegen uns in deren Privatsphäre. Ein respektvoller Umgang ist hier besonders wichtig. Die individuelle und persönliche Pflege schätzen wir sehr. Zudem können wir uns immer auf eine Person konzentrieren und müssen unsere Aufmerksamkeit nicht auf mehrere Menschen gleichzeitig aufteilen.
Was ist bei euch das wichtigste Arbeitsmittel?
Definitiv das Smartphone. Wir nutzen es zur Vorbereitung und Planung der Touren sowie zur digitalen Dokumentation. Auch die Azubis arbeiten damit. Ein weiteres wichtiges Arbeitsmittel ist natürlich das Auto. Während der Ausbildung ist noch kein Führerschein erforderlich, nach der Ausbildung jedoch schon. Bei Bedarf unterstützen wir unsere Azubis gerne bei der Finanzierung des Führerscheins. Zusätzlich stehen uns E-Bikes zur Verfügung.
Vielen Dank für das tolle Interview und eure wertvolle Arbeit!